Angstgeruch - Eine Hypothese
Seit ich zurückdenken kann, ist es eine absolut feststehende Meinung sowohl bei Laien als auch bei den Fachleuten, dass ein Hund den Geruch der Angst beim Menschen sofort erkennt und auch mit verändertem Verhalten darauf reagiert. Grundlage für diese, bisher allgemein akzeptierte Behauptung, waren jedoch niemals exakte wissenschaftliche Messungen sondern lediglich Beobachtungen und mehr oder weniger „Überlieferungen“.
Mit dieser „Tatsache“ wurde dann auch erklärt, dass ein ängstlicher Mensch viel häufiger von Hunden belästigt, angefeindet oder sogar gebissen wird als ein Mensch, der einem Hund offen gegenüber tritt.
Ich stelle nun eine gegenläufige Hyothese auf: ich behaupte:
Ein Hund weiss nur anhand des Geruchs nicht, ob ein, ihm fremder Mensch, Angst hat oder nicht.
Wissenschaftlich beweisen kann ich das natürlich nicht. Ich gehe lediglich von meinen eigenen Beobachtungen aus:
Bei meiner Arbeit mit Hunden gibt es immer wieder Situationen wo ich regelrecht in Angstschweiss gebadet bin. Dennoch reagieren die Hunde in solchen Fällen nicht anders auf mich, d.h. sie zeigen keine Änderung im Imponier- oder Aggressionsverhalten.
Das ist in meinen Augen ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass ich meinen Angstgeruch total durch meine Körpersprache überlagern kann.
Versuch einer Erklärung:
Was haltet Ihr von meiner Hypothese? Wer hat ähnliche oder gegenläufige Beobachtungen gemacht? Wer kennt diesbezüglich wissenschaftliche Erkenntnisse? Hier wären mal die Biologen oder Chemiker gefragt aber auch all diejenigen, die intensiv mit fremden Hunden arbeiten...
Teilt mir Euere Erfahrungen oder Erkenntnisse bitte unter beta-dog@gmx.de mit.