Es ist soweit

Verdammt, ich hasse mein Schicksal
In Gutem und in Leid.
Wir hatten uns, das andere war egal.
Nun schließe deine Augen, mein Mädchen, denn meine können vor Tränen nicht sehn.
Ich werd bis zum Ende bei dir stehn.
Niemals wird dir wiederfahren Leid.
Die einzige Grenze von Himmel und Erde ist die Zeit.

Immer wirst du für mich weiter leben,
rennen, mir von deiner Liebe geben.
Und in der dunkelsten und schwärzesten Nacht
weiß ich, du bist da und gibst auf mich Acht.
Zum letzten Mal, ich streichle dein Gesicht.
Glaub mir, ich vergess es nicht.
In deinen Pelz fallen meine Tränen.
Du wirst gleich schlafen, fängst an zu gähnen.
Mein Liebling, ich hab geschworen, ich pass auf dich auf.
Nun geh, steig in den Himmel auf.
Geholt hast du den Himmel auf Erden für mich;
der Abschied ist so bitterlich!
Nun hast du's verdient zu ruhn.
Ich wollt so gern was für dich tun.
Das du die Welt jetzt verlässt ist nicht gerecht.
Doch hier geht es dir zu schlecht.
Und egal, was ich hier auch für dich tu,
was besseres verdienst du.
Nur Du.
Deine treuen Augen sehn mich an.
Glücklich, ohne Schmerzen wirst du sein fortan.
Als wolltest du schlafen, du atmest tief aus.
Mach's gut, meine kleine Maus!


Die einzige Grenze von Himmel und Erde ist die Zeit.
Jetzt ist es soweit.


Ich danke der Autorin Monika Meininghaus für die Zusendung dieses Gedichts